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(21.5.2017) Die Luft war offensichtlich raus. Nach dem bei tropischen Temperaturen gewonnenen Bruchsalspiel, dem bei Gegner und Dauer-Aufstiegskandidat VfR Mannheim lediglich eine zeitgleiche Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen gegen Strümpfelbrunn gegenüberstand, war der ASV gestern hoffnungslos unterlegen. Drei kapitale Abwehrfehler in Abwesenheit des verletzten etatmäßigen Innenverteidigers Dominique Zinho brachten den robusten, energisch in die Zweikämpfe gehenden Mannheimern schon nach rund einer halben Stunde den Sieg: In der 5. Minute ließ die rechte Abwehrseite des ASV trotz Überzahl eine Flanke zu, die man hätte verhindern müssen, und Ajdin Zeric haute mit seiner ganzen Erfahrung aus über 80 Regionalligaspielen den Ball volley in die Maschen. In der 31. Minute war es der schon aus Viernheimer Zeiten als Durlach-Schreck bekannte Marc Haffa, der Benedikt Pfisterer alt aussehen ließ, sich mit Ball um ihn herumdrehte und mit Hilfe des Innenpfostens auf 0:2 erhöhte. Als dann auch noch Thomas Ernst ungeschickt einen Elfmeter verursachte (36.), insgesamt der fünfte gegen den ASV in der laufenden Saison, den Daniel Herm souverän verwandelte, war der Sack zu. Einer Unterstützung durch Schiedsrichter Sebastian Reichert hätten die Mannheimer nicht bedurft. Der stellte nämlich nur zwei Minuten nach dem 0:3 Ufuk Ekincier wegen eines Foulspiels mit glatt rot vom Platz und musste sich fragen lassen, warum er bei den Mannheimern, die Dragan Paljic als vermeintliche ASV-Schaltzentrale zweimal übel abgeräumt hatten, im zweiten Fall nach längerem Anlauf von hinten, nicht mit mit demselben Maß agierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hörte der Schiedsrichter aus dem Mund von ASV-Stürmer Tobias Stoll das Wort „Vogel“, was zum zweiten Rot für den ASV führte, auch wenn der ASV-Akteur den Schiedsrichter nicht direkt angesprochen hatte. Zu neunt war der ASV nach dem Wechsel auf verlorenem Posten und kassierte durch Piero Adragna (50.), Mustafa Hariri (65.) und Ajdin Zeric (82.) weitere Tore. Ein in der Höhe gerechtes Ergebnis. Der ASV war schon in Gleichzahl nicht in der Lage, die Zweikämpfe anzunehmen und erfolgreich zu bestreiten. Und die beiden des Platzes verwiesenen Stürmer sollten wissen, dass man einem Schiedsrichter keine Angriffspunkte liefern sollte.


(18.5.2017, aktuelle Fotos HIER) ASV-Trainer Rouven Müller sprach von einem Spiel „auf Augenhöhe“, die BNN sprachen davon, dass beide Teams sich „egalisierten“, der 1. FC Bruchsal sah sich auf seiner Facebookseite als „bessere Mannschaft“ und „dominant“. Fakt ist, dass die Punkte mit 3:0 (0:0) gestern am Turmberg blieben und das Ergebnis jedenfalls keine Dominanz des Gegners erkennen lässt. Der 1. FC Bruchsal hatte schon im Vorfeld von einer „Wettbewerbsverzerrung“ gesprochen und hatte Vorwürfe an den Badischen Fußballverband gerichtet, weil er auf drei gesperrte Spieler verzichten musste, die er in der U23 eingesetzt hatte, um deren Abstieg aus der A-Klasse zu verhindern, was aber nach dem gestrigen 0:3 von Bruchsal II in Münzesheim ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellt. Die Unruhe in Bruchsal merkte man der Mannschaft auf dem Platz nicht an. Spielentscheidend war nach ausgeglichener erster Hälfte eine Bruchsaler Notbremse in der 50. Minute, die den Gästen Rot und dem ASV Überzahl bescherte. Die schön herauskombinierten Tore von Tobias Stoll (65. und 80.) sowie der Schlussakkord von Francisco Rodriguez (86.) nach Freistoßvariante waren die logische Folge. Der Sieg, noch dazu ohne Gegentor, gibt Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben.


(14.5.2017, viele Fotos HIER) Am Ende des Spiels stand der ASV mit leeren Händen da. 1:0 geführt und 1:3 verloren – gegen den souveränen Tabellenführer TSG Weinheim, der an diesem Tag schlagbar war, vor allem weil in der ersten halben Stunde des Spiels Tobias Stoll und Ufuk Ekincier reihenweise beste Chancen ausließen. So hieß es zur Halbzeitpause 1:1, für das Tobias Stoll mit einem an Philipp Engert verwirkten Foulelfmeter (24.) und Weinheims Kapitän Christopher Hiller nach einem Eckball per Abstauber gesorgt hatten. Der kreativ und torgefährlich auftretende ASV hätte zur Pause locker mit 3:1 führen können, ja müssen. Doch der Knockout kam unmittelbar nach Wiederanpfiff, als nach einem jedenfalls von Schiedsrichter Björn Schumann aus Winischbuch als solches wahrgenommenen Foul von Thomas Ernst Weinheims Andreas Adamek einen Foulelfmeter zum 1:2 verwandelte. Kein Weinheimer Spieler hatte in dieser Szene mit einem Elfmeterpfiff gerechnet. Die Durlacher erholten sich von dem Schock nicht mehr und kassierten acht Minuten später durch einen Flachschuss von Kai Engel das 1:3. Da half es auch nichts, dass der ASV nach gelb-rot für TSG-Torjäger Adamek, der sich das ganze Spiel über mit dem Schiedsrichter ein Verbalduell geliefert und schon vor der Pause zweimal Elfmeter für seine Farben gefordert hatte, fast eine halbe Stunde in Überzahl spielte. Für den Anschlusstreffer oder den Ausgleich fehlten gegen  die sich in der eigenen Hälfte verschanzenden Gäste die Ideen und die letzte Entschlossenheit. Zwei Chancen von Philipp Engert (78.) und Tobias Stoll (82.) fanden ihr Ziel leider nicht. Auf der Leistung der ersten Halbzeit, gepaart mit Siegeswillen und Kampfkraft, lässt sich aber für die noch ausstehenden Spiele aufbauen, auch wenn die Gegner alle aus den oberen Regionen kommen.


(7.5.2017)VIDEOBILDER HIER!) Auf dem besten Rasenplatz der Liga kam der ASV heute zu einem 2:2 (1:2)-Unentschieden gegen den FC Zuzenhausen. Dass es kein Auswärtssieg wurde, lag vor allem daran, dass die Durlacher die Anfangsphase völlig verschliefen, rein technischen Fußball spielen wollten, was sie zwar durchaus können, was aber nicht reicht, wenn man nicht in die Zweikämpfe kommt und das Stellungsspiel vernachlässigt.  So stand es nach 16 Minuten schon 2:0 für die Gastgeber, die durch Marcel Zuleger (12.), der den Ball ins Eck schlenzte, und durch Christopher Wild, der eine Fehlerkette der Durlacher Abwehr ausnutzte, in Führung gingen. Danach hatte der ASV seine beste Zeit, die bis weit in die zweite Halbzeit hinein anhielt. Philipp Engert hatte zwei Chancen zum Anschluss, traf aber einmal den Ball nicht richtig und verzog beim zweiten Mal ganz knapp. Besser machte es Ufuk Ekincier in der 28. Minute, der eine Kombination über Francisco Rodriguez und Tobias Stoll zum 2:1 abschloss. Vor der Pause wäre der Ausgleich  verdient gewesen, doch Ufuk Ekincier und Tobias Stoll vergaben weitere richtig gute Torchancen. Nach dem Wechsel vergab der agile Ufuk Ekincier nach einem Pass von Tobias Stoll und einem feinen Trick von Philipp Engert eine hundertprozentige Ausgleichschance (48.). Besser machte es der aufgerückte Dominique Zinho vier Minuten später, der nach einem Eckball einen abgefälschten Ball halbrechts verarbeiten und überlegt zum 2:2 einschießen konnte. Gegen Ende des Spiels kamen die Gastgeber wieder zu Chancen. Mehrfach tauchte Florian Jost auf dem rechten Flügel auf und lieferte sich mit ASV-Torwart Patrick Haumann ein Privatduell, das der Durlacher aber ausnahmslos souverän für sich entschied. Kurz vor seiner Auswechslung hatte Ufuk Ekincier in der 80. Minute Pech, als ein Schuss von ihm um Haaresbreite am Tordreieck vorbeistrich. Es blieb beim Unentschieden, bei dem die Mannen von Trainer Rouven Müller eine glänzende Moral zeigten. Bei einer konstant guten Leistung über 90 Minuten und einer stärkeren Defensivleistung vor allem in der Anfangsphase hätte es sicher zu einem Auswärtssieg gereicht.

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